Folsäure Überdosierung

Folsäure oder auch Vitamin B9 genannt ist ein wichtiger Bestandteil der Nahrung und sollte in ausreichender menge vorhanden sein. Da in den meisten Lebensmitteln keine oder nur sehr geringe Mengen an Folsäure enthalten sind ist die Gefahr einer Folsäure Überdosierung nur sehr gering ein zu schätzen. Sie kann tritt im Regelfall nicht ohne die Einnahme von Folsäure-Präparaten auf und selbst bei Einnahme dieser Präparate ist die Wahrscheinlichkeit einer Überdosierung recht gering. Das hat auch physiologische Gründe. Die Leber kann Folsäure Überdosis nur eine recht geringe Menge an Folsäure für den menschlichen Körper nutzbar machen. Das liegt daran, dass Folsäure für den Menschen in seiner reinen Form nicht nutzbar ist. Um es in einen für uns nutzbare Form umzuwandeln, ist das in der Leber vorkommende Enzym Dihydrofolatreduktase (DHFR) von Nöten. Dieses Enzym ist jedoch nicht besonders häufig in der Leber zu finden, was bedeutet das die Folsäure-Umwandlung relativ schnell ihren Maximalwert erreicht. Die überflüssige Folsäure gelangt in den Blutkreislauf und wird dann über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden. In der Regel werden Überschüsse aus Folsäure-Umwandlung eingelagert, doch diese Überschüsse kommen nur selten zustande. Eine einmalige Überdosis an Folsäure ist deshalb nicht weiter schädlich. Doch wenn man über einen längeren Zeitraum eine Folsäure Überdosierung zu sich nimmt, kann sich das auf die Gesundheit auswirken.

Folsäure Überdosierung Symptome

Eine Folsäure Überdosierung ist, wie bereits gesagt, nicht leicht zu erreichen. Von einer Überdosierung spricht man in der Regel bei einem Tageskonsum von 15mg. Wenn man diese Überdosis täglich über mehrere Wochen zu sich nimmt, können folgende Folsäure Überdosierung Symptome auftraten: allergische Reaktionen, Margen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit und Nervosität. Der schlimmste Nebeneffekt ist jedoch, dass eine Überdosierung von Folsäure die Aufnahme des lebenswichtigen Vitamins B12 behindert. Demnach sind die Folgen alle Symptome, die auch mit einem B12-Mangel einhergehen, des, allerdings erst über längere Zeit, zu schlimmen neuronalen Schäden bis hin zur Lähmung führen kann. Für Epileptiker ergibt sich eine weitere Gefahr aus der Überdosierung. Die bei der Nutzbarmachung von Folsäure im Körper entstehenden Abfallstoffe können in genügend großer Konzentration mit den Medikamenten gegen die Epilepsie wechselwirken, was nicht abzusehende Folgen für den Patienten haben kann.

Folsäure Überdosis Schwangerschaft

Eine Folsäure Überdosis hat keinerlei Auswirkungen auf die Schwangerschaft. Besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft wird sogar ausdrücklich empfohlen die tägliche Dosis an Folsäure auf 0,6mg Folsäure zu erhöhen, um Schäden am Neuralrohr des Embryos zu vermeiden. Folsäure Überdosis Schwangerschaft ist also nicht gefährlich und hat in der Regel keine negativen Auswirkungen auf das Neugeborene.