Folsäure in der Schwangerschaft

Allen Frauen, bei denen eine Schwangerschaft festgestellt wurde oder die einen Kinderwunsch hegen wird die Einnahme von Folsäure-Präparaten in Form von Tabletten und der gleichen empfohlen. Doch zu diesem Thema gibt es immer wider die häufigst gestellten Fragen: Warum Folsäure bei Schwangerschaft? Was passiert, wenn man sie nicht zu sich nimmt? Ab wann, wie lange muss man Folsäure-Präparate zu sich nehmen? Diese Fragen sind natürlich berechtigt, denn Tabletten und der gleichen haben in unserer Gesellschaft einen immer schlechteren Ruf und man sollte immer aufpassen, dass man sich nicht unnötig damit vollstopft. Doch in diesem Fall ist es sehr entscheidend, das Folsäure in der Schwangerschaft zu sich genommen wird. Die Gründe sind recht trivial und grade deshalb gravierend.

Folsäure Mängel

Die meisten Menschen nehmen mit ihrer täglichen Nahrung nicht so viel Folsäure auf, wie es eigentlich nötig wäre. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen täglichen Verzehr von 400µg Folsäure am Tag für einen gesunden Erwachsenen. Das sind grade mal 400 tausendstel Gramm Folsäure am Tag. Das mag nicht besonders viel klingen, doch in den meisten Lebensmitteln ist Folsäure nur in Spuren enthalten, weshalbFolsäure Schwangerschaft 400µg schon eine ganze Menge ist. Schwangeren Frauen wird sogar eine tägliche Folsäureaufnahme von 600µg empfohlen. Das ist ohne die Einnahme von Präparaten ein sehr schwieriges unterfangen, weshalb schwanger und Folsäure in Form von Präparaten eigentlich immer Hand in Hand gehen.

Die Folgen des Mangels

Weigert sich eine Frau, Folsäure in der Schwangerschaft zu ergänzen, kann das gravierende Folgen für ihr Kind haben. Wie Wissenschaftler schon vor relativ langer Zeit herausfanden, ist Folsäure ein wesentlicher Faktor für die neuronale Entwicklung des Embryos. Bei einem Folsäure-Mangel der Mutter kann es deshalb zu erheblichen Schäden in dieser Entwicklung kommen. Besonders in den ersten drei Monaten sollten schwanger und Folsäure zusammengebracht werden. Denn in den ersten drei Monaten wir das sogenannte Neuralrohr ausgebildet, eine Ansammlung von Nervenzellen und -bahnen, aus der sich später das Gehirn und das Rückenmark bilden. Nimmt man nun keine Folsäure in der Schwangerschaft zu sich, kann es zu erheblichen Schäden dieses Neuralrohres kommen. Die Folgen für das Kind sind entweder eine körperliche und/oder geistige Behinderung oder der Tod des Kindes im Mutterleib. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, bei einer festgestellten Schwangerschaft die Ernährung mit Hilfe von Folsäure-Präparaten zu ergänzen. Auf die Frage, ab wann, wie lange diese Präparate zu nehmen sind, ist die Antwort, vom ersten Tag bis zum Ende der Schwangerschaft, mindestens aber bis zum sechsten Monat. Die Präparate haben praktisch keine Nebenwirkungen und senken das Risiko einer Schädigung des Kindes im Mutterleib erheblich. Deshalb ist Folsäure bei Schwangerschaft ein muss.